häufig gestellte Fragen:
Wie und wo kann ich mich als Knochenmarkspender registrieren lassen?
Inzwischen gibt es in der Bundesrepublik fast in allen größeren Städten die Möglichkeit, in einer der regional aktiven Spenderdateien aufgenommen zu werden ( s. a. korporative Mitglieder ).
Mit der Abnahme von zwei Blutröhrchen und ihrer unterschriebenen Einwilligungserklärung sind Sie dabei. Im Prinzip gelten für alle Dateien identische Aufnahmebedingungen. Manchmal gibt es bestimmte Vorgaben, z. B. welche Spendeeinrichtungen mit den jeweiligen Dateien kooperieren.
Um gegebenenfalls weite Anreisestrecken für Sie als Spender zu vermeiden, ist es sinnvoll sich bei der Registrierung darüber zu informieren.
Oftmals sind Spendewillige nicht zu Unrecht darüber überrascht, dass eine Gewebetypisierung nicht ohne Unkosten vonstatten geht. Für die Ersttypisierung
gilt derzeit ein Betrag von 50 €. Dieser Betrag ist auch eine Spende und kann über das Finanzamt abgesetzt werden. Bei Spendeaktionen gibt es oftmals die Möglichkeit, das ortsansässige Firmen oder Banken die Kosten für die Ersttypisierung übernehmen. Ist die Spenderdatei angeschlossen an eine Blutspendeeinrichtung, gibt es mancherorts die Möglichkeit, gleichzeitig mit der Registrierung als Dauerblutspender/in kostenfrei auch in die Knochenmarkspenderdatei aufgenommen zu werden.
Wenn ich als Spender registriert bin, bin ich dann verpflichtet, zu spenden?
Nein. Es gibt immer die Möglichkeit, dass Sie in Ihrer jeweiligen Lebenssituation nicht spendefähig sind. Sie können dies ohne Angabe von Gründen melden. Allerdings sollten Sie sich schon grundsätzlich informiert haben und eine mögliche Spende nicht gänzlich für sich ausschließen, bevor Sie sich in eine Datei aufnehmen lassen. Sind Sie nämlich einmal als der einzige oder ideale Spender für einen Patienten gefunden und ziehen sich dann zurück, kann das für alle Beteiligten eine herbe Enttäuschung bedeuten. Sie werden im Rahmen der üblichen Aufklärungsgespräche und Voruntersuchungen vor einer Spende auch ausführlich darüber informiert, dass ein Rückzug der Spendebereitschaft ab zwei Wochen vor der Spende, das Leben des Patienten gefährden kann und in dieser Zeit eigentlich nicht mehr möglich ist.
Bilden sich die gespendeten Zellen wieder nach?
Ja, die gespendeten Zellen werden vom Körper vollständig wieder ersetzt. So ist es zum Beispiel auch möglich, dass etwa Kinder für ihre Angehörigen Stammzellen oder Knochenmark spenden ohne irgendeinen Nachteil dadurch zu erleiden.
Kann man mehr als einmal im Leben Stammzellen spenden?
Dadurch, dass sich keine dauerhaften Auswirkungen auf den menschlichen Organismus ausbilden, ist prinzipiell auch ein zwei- oder mehrmalige Spende möglich. Allerdings wäre es sehr ungewöhnlich, dass Ihre Gewebemerkmale mit mehr als einem Patienten übereinstimmen. Möglich ist es allerdings, dass Sie zum Beispiel irgendeinmal auch für einen Familienangehörigen als Spender in Frage kommen. Die Gewebemerkmale sind z. B. zwischen Geschwistern statistisch gesehen häufiger identisch als zwischen unverwandten Personen.
Welche gesundheitlichen Risiken gehe ich mit einer Knochenmark-bzw. Stammzellspende ein?
Bei der Knochenmarkspende besteht das wesentliche Risiko in der Narkose. Dieses ist für einen Gesunden vergleichbar mit dem Risiko, innerhalb der nächsten Wochen Opfer eines schweren Verkehrsunfalls zu werden.Sonstige Beschwerden, wie etwa der Wundschmerz, werden naturgemäß von den Spendern unterschied- lich, aber meist nicht gravierend erlebt. Bei der peripheren Blutstammzelle kann der Wachstumsfaktor ( ein zelleigenes Hormon ) grippeähnliche Beschwerden
( Kopf- und Gliederschmerzen ) auslösen, die aber zu lindern sind. Langzeitnebenwirkungen durch die Gabe des Wachstumsfaktors sind aus der jetzigen Sicht der Wissenschaft nicht zu erwarten. Das Medikament befindet sich seit 15 Jahren auf dem Markt und seit dieser Zeit laufen Langzeitstudien zur Nachbeobachtung, die darauf schließen lassen, dass es zu keinen Spätfolgen kommt. Die Studien sind jedoch noch nicht abgeschlossen.
Wie kann ich Mitglied werden?
Füllen Sie einfach das entsprechende Formular aus und senden Sie es uns zu.
Wir unterscheiden grundsätzlich in korporative Mitglieder und Institute, in denen
ein Vertreter benannt wird.
Wie wird das Blut transportiert?
Um Blut zu transportieren, muss die ausführende Einheit strenge Kriterien einhalten. Zu diesen Kriterien gehören die ordnungsgemäße Temperatur und die Lagerung. Sämtliche Kriterien müssen dokumentiert durchgeführt werden. Ein Anbieter dieser Dienstleistung ist z.B. die Firma MedicOne
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